Wasser marsch.

Wasser marsch.

Feuer, Leitungswasser, Blitz, Sturm und Hagel sind die versicherten Gefahren in der Wohngebäudeversicherung. Im Jahr 2018 leisteten die Versicherer mehr als 2,6 Millionen Euro für entsprechende Schadenfälle. Die Schadenersatzleistungen der Gebäudeversicherungen nahmen dabei im Jahr 2018 um 14,6 % gegenüber dem Vorjahr zu. (Quelle: GDV)

Leitungswasserschäden nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Der durchschnittliche Schaden nahm dabei von 2.408 Euro auf 2.704 Euro zu. Rohrbrüche und undichte Leitungen sind hierfür die Ursache.

Gerade in der Winterzeit z.B. nehmen Frostschäden zu. In strengen Wintern entstehen etwa 10 Prozent und mehr der Leitungswasserschäden durch Frost. Wärme ist daher der wirksamste Frostschutz für Wasserrohre. Konstantes Heizen im Haus beugt hierbei Wasserschäden effektiv vor. Die Frostschutzstellung am Heizkörperventil bringt jedoch nur bedingt Sicherheit: es stellt nur sicher, dass der Heizkörper nicht einfriert. Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt sind, werden nicht geschützt. Leitungen im Außenbereich und in selten genutzten Räumen sollten daher am besten entleert und die Wasserzapfstellen abgesperrt werden.

Aber auch das Alter eines Gebäudes ist ein typischer „Zahn der Zeit“.

Das Wohngebäude in unserem Beispiel wurde in den frühen 1950er-Jahren erbaut. Dementsprechend alt sind die wasserführenden Leitungen des Gebäudes. Es handelt sich dabei um Kupferleitungen. Diese sind zwar vergleichsweise korrosionsbeständig, dennoch können sich im Laufe der Jahrzehnte Materialschäden durch Oxidation bilden. Genau das geschieht an einer Trinkwasser-Steigleitung, die in einer Wand des Badezimmers verläuft. Zunächst dringt das Wasser nur langsam durch ein kleines Loch. Anhaltender Wasserdruck lässt das Loch immer größer werden und damit auch die austretende Wassermenge.

Der Schaden bleibt zunächst unbemerkt, weil sowohl der Boden als auch die Wände des Badezimmers gefliest sind. Das Wasser bahnt sich allerdings seinen Weg, durchnässt die Wand und den Estrich, bis es an einer feuchten Stelle im angrenzenden Wohnzimmer oder in der Nachbarwohnung sichtbar wird. Erst jetzt können die Bewohner des Hauses den Wasserschaden feststellen und darauf reagieren. Bis zu diesem Zeitpunkt ist bereits ein erheblicher Schaden an der Bausubstanz entstanden, der aufwendig behoben werden muss.

Aber auch wenn man als Eigentümer in den Jahren nach der Wende eine Sanierung am Leitungswassersystem seines Gebäudes vorgenommen hat, so ist diese Maßnahme inzwischen wieder 30 Jahre her. Materialermüdung macht ggf. eine erneute Sanierung erforderlich. „Friatherm“ und „Flexschlauch“ sind hierbei Schlagworte, welche häufig im Zusammenhang mit entsprechenden Schadenmeldungen fallen.

So oder so – eine Gebäudeversicherung schützt zwar nicht vor Leitungswasserschäden – leistet aber Schadenersatz und professionelle Hilfe.

Neben der umfangreichen Absicherung unserer Gewerbekunden bieten wir auch für Privatkunden spezielle und eigens verhandelte Rahmenvertragskonzepte mit Sonderkonditionen an.
Fragen Sie uns daher auch gern für Themen wie z.B. private Gebäudeversicherung an.