Lieber Arbeitgeber – hast Du auch an Deine Fürsorgepflichten gedacht?

Bis zum 4. Mai bleiben die gültigen Kontaktbeschränkungen in Kraft. Mindestens. Und mindestens genauso lange wird auch der Arbeitsalltag weiterhin zum Teil von der Arbeit im  Homeoffice geprägt sein.

Für viele eine völlig neue Situation.

Der Arbeitgeber ist im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses zum Schutz von Leben und Gesundheit der für ihn tätigen Arbeitnehmer verpflichtet. Sowohl öffentlich-rechtliche als auch privatrechtliche Arbeitsschutzbestimmungen sind dabei zu beachten.

Diese finden sich wieder in z.B.

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG),
  • Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG),
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und
  • dem Regelwerk der Berufsgenossenschaften.

Fürsorgepflichten des Arbeitgebers können nicht ausgeschlossen werden.

Die Verpflichtung, die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, kann nicht aufgehoben oder beschränkt werden, auch nicht im Rahmen eines Arbeitsvertrags, (§ 619 BGB). So besagt eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers per Gesetz (Auszug §3 ArbSchG):

  • Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.

Wir als Ihr Versicherungsmakler denken hierbei sofort an die Abgrenzung zur gesetzlichen Unfallversicherung.

Ein Unfall infolge einer versicherten Tätigkeit ist ein Arbeitsunfall und steht damit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Maßgeblich entscheidend ist dabei nicht der Ort der Tätigkeit, sondern die Frage ob die Tätigkeit in engem Zusammenhang mit der beruflichen Aufgabe steht.

Beispiel

Fällt eine Person im Homeoffice die Treppe hinunter um die für dienstliche Kommunikation benötigte Internetverbindung zu prüfen, wäre dieser Unfall über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.

Fällt diese Person aber die Treppe hinunter um eine private Paketsendung entgegen zu nehmen, wäre dies nicht versichert. Denn eigenwirtschaftliche, also private Tätigkeiten sind auch im Büro nicht versichert.

Folge

Es entstehen Abgrenzungsschwierigkeiten und mögliche Deckungslücken!

Lösung

Damit Sie nicht vor diesen Schwierigkeiten hinsichtlich Ihrer Fürsorgepflicht stehen, sprechen Sie uns gern zum Thema Gruppenunfallversicherung mit 24-Stunden-Deckung an – wir sind für Sie da.

Bleiben Sie und Ihre Mitarbeiter gesund.

Katrin Möller

Team TVD WoWi Quellen: www.haufe.de, Chubb European Group SE