Ist meine Reise noch sicher?

Reisen ist Vertrauenssache… Zum Schutz von Reisenden gilt seit November 1994 eine Pauschalreiserichtlinie der europäischen Union im deutschen Reiserecht, welche jeden Reiseveranstalter verpflichtet einen Reisepreissicherungsschein für jede Pauschalreise bzw. für jede verbundene Reise (zusammengehörige Reiseleistungen wie z. B. Hotel & Mietwagen) an die Kunden zu übergeben. Grund dafür waren einige, teilweise aufsehenerregende Insolvenzen verschiedener Reiseveranstalter, die dazu führten, dass Urlauber in den Ferienregionen buchstäblich „strandeten“ und erhebliche Mehrkosten bei den Reisenden verursachten.

Der Sicherungsschein gilt als Sicherheit der bereits gezahlten Leistungen an den Reiseveranstalter (Vorauszahlungen, Anzahlungen oder Restzahlungen), durch welche für den Reisenden ein Vorleistungsrisiko entsteht. Dieses besteht darin, dass die Reisenden ihre Zahlungen teilweise oder ganz geleistet haben, im Falle der Insolvenz des Reiseunternehmens die Reisen bzw. verschiedene Reiseleistungen (insbesondere der Rückflug) jedoch nicht mehr oder nicht mehr vollständig durchgeführt werden können bzw. die Kunden ihre Gelder nicht zurückerstattet bekommen. Die Vorleistungen der Reisenden sollen vor dem Insolvenzrisiko des Reiseveranstalters geschützt werden. In der Praxis haben diverse Versicherungsgesellschaften diese Absicherung übernommen.

Wichtig:

  • Reisezahlungen erst leisten, wenn der Reisepreissicherungsschein vorliegt.
  • Reisen über einen Reiseveranstalter buchen, welcher dem deutschen Reiserecht unterliegt.
  • Jeder Reiseveranstalter ist gesetzlich dazu verpflichtet einen Reisepreissicherungsschein auszuhändigen.
  • Vorsicht ist immer dann geboten, wenn der Buchungsbestätigung einer Pauschalreise kein Reisepreissicherungsschein beiliegt.
  • Keine Absicherung gilt bei Buchungen direkt in den Urlaubsgebieten bzw. bei Buchungen über Online-Portale im Ausland.