15. August 2018

Nachbarschaftsrechtlicher Ausgleichsanspruch

von Sophie Leupold am 15. August 2018, 06:06 ( 256 gelesen ) Keine Kommentare

Foto: Robert Leßmann_Fotolia

Anfang des Jahres 2018 hat sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit einem  interessanten Fall zum Nachbarschaftsrecht befasst, der für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft eine Relevanz besitzt.

Im Ergebnis des Urteils ist ein Grundstückseigentümer, der einen Handwerker Reparaturarbeiten am Haus vornehmen lässt, gegenüber dem Nachbarn zum Schadenersatz verpflichtet, wenn das Haus infolge der Arbeiten in Brand gerät und das Nachbarschaftsgrundstück dabei beschädigt wird.

Dass der Handwerker durch den Gebäudeeigentümer sorgfältig ausgesucht wurde, ist dabei unerheblich (BGH, Urteil v. 09.02.2018 – V ZR 311/16).

Der Grundstückseigentümer wird als Störer im Sinne des §1004 Abs. 1 BGB angesehen. Insofern ist eine Gefährdungshaftung für Gebäudebesitz ausgeurteilt worden, wonach Grundstückseigentümer für Schäden Dritter grundsätzlich einzustehen haben.

Die Haftpflichtversicherung befasst sich grundsätzlich mit gesetzlichen Ansprüchen privatrechtlichen Inhaltes.

Diese sind in den §823 ff. BGB definiert. Das genannte Urteil stellte jedoch auf die Regelungen des Eigentumsrechts §906 BGB ff. ab und sind somit von der Police nicht erfasst gewesen. Unsere Versicherungspartner Zurich Versicherungs AG, SV SparkassenVersicherung AG, R+V Versicherung AG, Allianz Versicherung AG und die Alte Leipziger Versicherung AG haben uns auch für diesen Bereich Haftpflichtversicherungsschutz bestätigt, wenn die Police eine entsprechende Deckung vorhält.

Gern stehen wir Ihnen bei Fragen zu diesem Thema zur Verfügung. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit uns auf.

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